Das Laserschweißen

Das Laserschweißen findet leider oft viel zu wenig Beachtung, obwohl es dem Uhrmacher neue und bisher ungeahnte Reparaturmöglichkeiten eröffnet.
Ich möchte Ihnen hier einige Beispiele vorstellen:
Bei einer Taschenuhr war an der Unruhwelle der obere Zapfen abgebrochen und musste ersetzt werden. Traditionell wird bei so einem Defekt die komplette Unruhwelle von Hand neu angefertigt. Ein geübter Uhrmacher benötigt dafür ca. 5-8 Arbeitsstunden bis zur Fertigstellung.
Bei der Lasermethode wird das fehlende Material an der defekten Stelle "aufgeschweißt" . Anschließend muss der Zapfen in Form und Maß gebracht werden.Selbstverständlich wird hier alles achsenparallel und zentrisch gefertigt. Diese Methode hat die Vorteile der wesentlich geringeren Arbeitszeit, und es können die Originalteile verwendet werden. Unter restauratorischen Gesichtspunkten ein gewichtiger Vorteil.

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Bilder zur Taschenuhr:

                Defekter Zapfen                                    Aufgelaserter Zapfen                                Fertiger Zapfen

Nach der Fertigung des neuen Zapfens wird die komplette Unruh eingebaut, vermessen und nach Prüfung wird der neue Zapfen maßgenau eingekürzt und arrondiert.


Ich möchte an dieser Stelle bemerken, dass der fertige Zapfen nur einen Durchmesser von nur 0,08 mm hat.





Ein weiteres Beispiel der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser Methode findet sich auch in dem Ersatz einzelner fehlender Zähne von Zahnrädern.

Bilder zum Zahnrad:

               Fehlender Triebzahn                        Aufgelaserter Triebzahn                             Fertiger Triebzahn


Selbstverständlich können auch gebrochene Federn, Hebel, Zeiger, Aufzugwellen usw. mit der Laser-Methode fachgerecht repariert werden.

Weitere Anwendungsgebiete finden Sie beim Kollegen Ulrich Wehpke mit dem ich in Sachen Laserschweißen eng zusammenarbeite.(http://www.wehpke.de)